
Der Güterbahnhof mit den Güterhallen und dem Kopfbau
Der seit 1996 ausser Dienst stehende Güterbahnhof in Aussersihl hätte dem Neubauprojekt des kantonalen Polizei- und Justizzentrums (PJZ) weichen sollen. Dazu wären das Güterexpeditionsgebäude und die bis zu 400 Meter langen Empfangs- und Versandhallen mit allen Hofgleisanlagen und Unterkellerungen zurück gebaut worden. Ernst Basler + Partner führte die Rückbauplanungen durch und zeichnete sich für die Ausschreibung der Rückbauarbeiten verantwortlich. Zur Vergabe der Arbeiten kam es schliesslich nicht mehr, da das Polizei- und Justizzentrum auf dem politischen Weg scheiterte.
Um das neue Polizei- und Justizzentrums zu realisieren, hatte der Kanton festgelegt, dass für diesen Zweck der 1897 erbaute Güterbahnhof aus dem kommunalen Denkmalschutzinventar entlassen wird. Für die Freistellung des Güterbahnofareals, hätte eine Bausubstanz von rund 100'000 Tonnen rückgebaut und die dabei anfallenden Bauabfälle fachgerecht entsorgt werden müssen. Für diese beträchtliche Menge war es unerlässlich, ein Rückbau- und Entsorgungskonzept zu erarbeiten und dieses den Bewilligungsbehörden einzureichen. Für den Nachweis, dass auch die Zielwerte der Luftreinhaltung bei den Bautransporten eingehalten werden, galt es zudem ein Transportkonzept für die Rückbauphase zu erstellen. Im Kaufvertrag wurde vorgesorgt, dass die SBB dem Kanton das Areal in einem schadstofffreien Zustand hinterlässt, was eine besondere Aufmerksamkeit auf die Schadstoffbelas-tungen in der Bausubstanz und im Untergrund lenkte.
Ernst Basler + Partner wirkte als Generalplaner vom Rückbaukonzept bis zur Ausschreibung. Die Leitung der Ausführungsarbeiten wurde infolge des Projektabbruchs sistiert.