
Im Rahmen des Hochgeschwindigkeits- (HGV-)Anschluss-Gesetzes realisiert die SBB im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr verschiedene Infrastrukturausbauten. Der Doppelspurausbau zwischen Hüntwangen und Neuhausen wird zwischen Zürich und Schaffhausen die Einführung eines Halbstundentaktes im Fernverkehr ermöglichen. Er ist auch Voraussetzung für zukünftige Verbesserungen im internationalen Fernverkehr zwischen Zürich und Stuttgart.
Der Doppelspurausbau zwischen Hüntwangen und Neuhausen gliedert sich in zwei Teilstrecken. Der Ausbau Hüntwangen bis Rafz über 3.7 km mit mehreren Unterführungen und Brücken sowie dem Bahnhof-Ausbau Rafz startete im Juni 2009 und ist heute schon weit fortgeschritten. Diese Doppelspur wird auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2010 in Betrieb genommen. Die Strecke Jestetten bis Fischerhölzlitunnel (bei Neuhausen) wird auf eine Länge von gut 5 km ausgebaut. Dabei werden diverse Brücken ersetzt oder erweitert, der Bahnhof Jestetten um- und ausgebaut sowie die Haltestelle Altenburg-Rheinau aufgehoben. Dieser Abschnitt führt grösstenteils über deutsches Staatsgebiet und musste daher auch durch die deutschen Genehmigungsbehörden wie dem Regierungspräsidium Freiburg genehmigt werden. Ein Teil der Bauwerke wird, nach Schweizer Normen und SBB-Weisungen gebaut. Strassen-Brücken über die SBB-Linie, werden nach dem Bau an das Bundesland oder an die Gemeinde Jestetten übergehen und werden daher nach deutschen Gepflogenheiten realisiert. Die Baumeisterarbeiten für die Arbeiten des Doppelspurausbau Jestetten haben im Juni 2010 begonnen und sollen Ende 2012 fertig gestellt werden. Die Inbetriebnahme dieses Abschnitts ist auf den Fahrplanwechsel Dezember 2012 geplant In der Ingenieurgemeinschaft IG HüNe wirkt Ernst Basler + Partner massgebend bei der Projektierung, Ausschreibung und Bauleitung für die Realisierung des Bauvorhabens mit.