
Bypass Luzern; zur Lösung der Verkehrsprobleme Luzerns
Die A2 im Raum Luzern stösst an ihre Kapazitätsgrenze. Der Kanton Luzern sucht deshalb zusammen mit den Nachbarkantonen und dem Bund nach Möglichkeiten, die Leistungsfähigkeit des Nationalstrassennetzes in diesem Raum langfristig zu gewährleisten. Dabei steht der Ausbau der A2 mittels einer Entlastungsautobahn (Bypass) im Vordergrund. So kann die heutige Nationalstrasse zu einer Stadtautobahn umgestaltet und die Innenstadt Luzerns von einem Teil des Verkehrs entlastet werden.
Ernst Basler + Partner hat in einer Gemeinschaft mit weiteren Firmen in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Ämtern und dem Bund im Rahmen einer Zweckmässigkeitsbeurteilung eine Vielzahl von Varianten entwickelt und geprüft, darunter auch reine öV-Ausbauten. Die viel versprechendsten Varianten wurden auf die technische und umweltrechtliche Machbarkeit geprüft und die mutmasslichen Investitionskosten ermittelt. Anschliessend wurden sie einer vertieften Beurteilung nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit unterzogen (mittels NISTRA und Nutzwertanalyse).
Neben den klassischen Arbeiten im Rahmen einer Zweckmässigkeitsbeurteilung konnten aufgrund der hohen Komplexität der Problemstellung und der hohen terminlichen Dringlichkeit viele weitere Aspekte bearbeitet werden, so die Frage der Tunnelsicherheit, eine hydrogeologie Machbarkeitsabklärung gemäss BUWAL-Wegleitung für den Bereich Grosshof/Nidfeld, das Pflichtenheft für die UVB 2. Stufe, der Entwurf der notwendigen Planungszone sowie weitergehende Überlegungen zur Umsetzung und Ausweitung der flankierenden Massnahmen. Zudem wurde in enger Zusammenarbeit mit einem PR-Büro eine Internet-Seite erarbeitet, welche zu allen relevanten Aspekten der Aufgabe ausführliche Informationen enthält.
Das Projekt liegt nun beim Bund, mit dem Antrag der Kantone Luzern und Nidwalden, für die resultierende Bestvariante "Bypass Kurz" rasch das Generelle Projekt in Auftrag zu geben. Im Frühjahr/Sommer 2007 konnte Ernst Basler + Partner direkt für den Bund weitergehende Sensitivitätsanalysen vornehmen, um den Entscheid für die Bestvariante noch besser abzustützen.
Im Rahmen des Projektes "Weiterentwicklung Nationalstrassennetz" (WEN) werden aktuell weitere vertiefende Untersuchungen insbesondere zur Möglichkeit der etappierten Realisierung vorgenommen. Im Vordergrund steht dabei der Bau vorerst nur einer Tunnelröhre.