
Die Einführung von Mobility Pricing zwingt die Verkehrsteilnehmer, sich bei ihren Entscheidungen zum Mobilitätsverhalten mit einer weiteren Angebotskomponente zu beschäftigen. Die Verhaltensänderungen können je nach definierter Pricing-Komponente Zielwahl-, Verkehrsmittelwahl-, Routenwahl- und Abfahrtszeitveränderungen sein. Für die Quantifizierung dieser Verhaltensänderungen sind angesichts der unterschiedlichen Zahlungsbereitschaft und Kostenwahrnehmung der Verkehrsteilnehmer die Anwendung von diskreten Entscheidungsmodellen und stochastischen Umlegungsverfahren notwendig.
Das bestehende Personenverkehrsmodell des UVEK wurde für die Modellierung von Mobility Pricing erweitert. Damit lassen sich nun Nachfrageveränderungen im Personenverkehr ermitteln. Im Rahmen des SVI-Forschungspaketes Mobility Pricing wurden erstmals für fünf Mobility Pricing Szenarien die Auswirkungen im motorisierten Individualverkehr (MIV) und im öffentlichen Verkehr (ÖV) quantifiziert.
Folgende Szenarien wurden betrachtet:
Basierend auf den Resultaten der Verkehrsmodellierung wurden die Auswirkungen auf die Reisegeschwindigkeit und Auslastung, auf die Umwelt und auf die Verkehrssicherheit ermittelt.
Weiter erfolgte auch eine Analyse zu den Auswirkungen auf die Raumplanung. Spezifische Auswertungen aus den neu ermittelten Resultaten kombiniert mit Erfahrungen aus London waren wertvolle Grundlage für Interpretationen zur Auswirkung von Mobility Pricing auf die Raumentwicklung.