Mobilitätsmanagement für die kantonale Verwaltung Aargau

project image

Bild: Kecko

28.10.09 - Basierend auf seiner Gesamtverkehrsstrategie will der Kanton Aargau das betriebliche Mobilitätsmanagement fördern. Ein Konzept soll aufzeigen, wie dies in der eigenen kantonalen Verwaltung umgesetzt werden kann. Mit der Einführung einer Parkplatzbewirtschaftung sowie eines Mobilitätsbonus soll für die Mitarbeitenden ein Anreiz geschaffen werden, mit dem öV, zu Fuss oder mit dem Velo zur Arbeit zu kommen.

Der Kanton Aargau will das Thema Mobilitätsmanagement als Teil der kantonalen Verkehrspolitik etablieren. Im Sinne eines Vorzeigeprojektes soll in der kantonalen Verwaltung ein betriebliches Mobilitätsmanagement eingeführt werden. Damit kann der Kanton sein Image als attraktiver und fortschrittlicher Arbeitgeber einerseits sowie als glaubwürdiger und engagierter Förderer einer nachhaltigen Mobilität andererseits stärken.

Ziel ist die Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden, unabhängig von ihrer Verkehrsmittelwahl. Um ein Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr oder den Fuss- und Veloverkehr zu fördern, setzt das Modell auf die zentralen Elemente Parkplatzbewirtschaftung und Mobilitätsbonus.

Das Mobilitätsmanagement ist kostenneutral ausgestaltet: Mit den durch die Parkierungsgebühren neu generierten Einnahmen werden der administrative Aufwand sowie der Mobilitätsbonus finanziert. Diesen erhalten alle Mitarbeitenden, die ihren Arbeitsweg mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuss oder Velo zurücklegen. Da die Parkierungsgebühren den Aufwand für Bereitstellung und Unterhalt der Parkplätze nicht vollständig decken, erhalten die Autofahrenden weiterhin einen indirekten Beitrag an ihre Arbeitswegkosten. Somit sind die Aufwendungen des Kantons in Bezug auf den Arbeitsweg für alle Mitarbeitenden, unabhängig von der Wahl ihres Verkehrsmittels, ungefähr gleich hoch.

Die Erarbeitung des betrieblichen Mobilitätsmanagements erfolgte unter der Begleitung von Vertreterinnen und Vertretern aller Departemente, inkl. der Kantonsschulen und der Kantonspolizei. Damit werden die Bedürfnisse der Mitarbeitenden berücksichtigt. Um die Modellwirkung und die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden zuverstärken, sind weitere Begleitmassnahmen in allen Mobilitätsbereichen vorgesehen.