Augmented Reality für Stadt- und Arealentwicklung

Im Rahmen der EBP Innovationsförderung entwickelte ein Team aus Stadt- und Raumplanern, einer Architektin und einer IT-Expertin das «Digitalpaket Verfahrensbegleitung». Es ermöglicht, Resultate von Studienaufträgen über eine Hololens (3D-Brille) vollständig digital, interaktiv und in verschiedenen Massstäben zu betrachten. Durch die Brille sehen die Nutzer eine Kombination aus realer Umgebung und 3D Modell, anhand dessen sie gemeinsam diskutieren können.

Laut Projektteam ist EBP die erste Firma in der Schweiz, die ein solches «Digitalpaket Verfahrensbegleitung» anbietet. «Mit unserem Vorgehen können Studienaufträge heute digital begleitet und dynamisch mit zusätzlichen Informationen zum Gipsmodell durchgeführt werden. Unser Ziel ist es, zukünftig ohne physische Modelle arbeiten zu können. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, das virtuelle Modell zu erstellen, begleiten sie im Verfahren und bereiten mit ihnen die Resultate auf», erklärt Teammitglied und Raumplaner Kaspar Fischer.

Raumplanung: Digitale Modelle in der Anwendung
Das Beurteilungsgremium diskutiert am Modell

Vorgehen bei der digitalen Stadt- und Arealentwicklung

Das EBP-Team erstellt zusammen mit dem Auftraggeber ein digitales Modell des zu entwickelnden Areals oder Perimeters. Die Planungsteams erhalten dann die Daten als Basis für ihre Vorschläge, ebenso entsprechende Vorgaben, wie sie diese im digitalen Modell integrieren sollen.

«Das digitale Modell ist effizient»

«Das digitale Modell ist zukünftig vor allem bezüglich Distribution und Lagerung effizient, da die Planungsteams statt Gipsmodellen nur noch die entsprechenden Daten erhalten», beschreibt Architektin Debora Heitz «Klare Vorgaben im Programm respektive Pflichtenheft dienen ihnen zudem als Orientierung beim Erstellen ihres Modells.»

Unbegrenzte Perspektiven

Für die Workshops, in denen Auftraggeber und Planungsteams dann die Vorschläge gemeinsam ansehen und besprechen, stellt EBP die gesamte IT-Infrastruktur zur Verfügung. «Wir unterstützen das Beurteilungsgremium im Umgang mit der Technologie. Ebenso bieten wir den Planungsteams Support bei der Erstellung ihres digitalen Modells», so IT-Spezialistin Nicole Sulzberger zu den Abläufen.

Raumplanung: Digitale Modelle in der Anwendung
Menüansicht der afca-Software: Die Experten können das Modell während der Diskussion anpassen

Im Rahmen der Workshops sei das digitale Modell vor allem ein Vorteil, da kritische Punkte von allen Beteiligten aus dem gleichen Blickwinkel und im gewünschten Massstab betrachtet werden können. Zudem kann das Modell mit Hilfe der Hololens am Standort begangen werden, um Vor- und Nachteile der Projektvorschläge direkt vor Ort zu beurteilen. Die Expertinnen und Experten können ihre Sichtweise und Argumentation für alle Beteiligten besser verständlich transportieren. Nach dem Verfahren stellt EBP die Visualisierungen der Modelle für Berichte und die Dokumentation der Workshops bereit.

«Visualisierungen lassen sich aus allen Blickwinkeln generieren»

«Mit den digitalen Modellen können wir die Visualisierungen aus allen Blickwinkeln, in beliebigem Massstab und ohne aufwändige Installationen einheitlich generieren. Für Stimmungsbilder der Planungsteams können dieselben Perspektiven bestimmt werden», fasst Teammitglied Claude Büechi weitere Vorteile zusammen.

Modell mit Möglichkeiten – für wen?

Dank der verwendeten Soft- und Hardware (Holoplanning von afca und der Hololens von Microsoft) können Auftraggeber und Planungsteams die gemeinsame Diskussion am Modell führen, ohne dabei die verschiedenen Stakeholder aus den Augen zu verlieren. Über einen Bildschirm können weitere Beteiligte dem Blickwinkel des Beurteilungsgremiums und deren Diskussionen sowie Argumenten folgen.

«Das Digitalpaket Verfahrensbegleitung ist für alle interessant, die bereits heute qualitätssichernde Dialogverfahren durchführen. Die wesentlichen Vorteile des digitalen Modells zeigen sich während dem gesamten Planungsprozess – in der Vorbereitung, Durchführung, Präsentation sowie bei der Kommunikation der Ergebnisse», freut sich Debora Heitz.

Projektteam

Das Team nimmt Anfragen zum «Digitalpaket Verfahrensbegleitung» gerne entgegen:

Claude Büechi
Claude Büechi
claude.bueechi@ebp.ch

Katja Köder
Katja Köder
katja.koeder@ebp.ch

Nicole Sulzberger
Nicole Sulzberger
nicole.sulzberger@ebp.ch

Debora Heitz
Debora Heitz
debora.heitz@ebp.ch

Kaspar Fischer
Kaspar Fischer
kaspar.fischer@ebp.ch