Wie werden Siedlungen sozial nachhaltig? Gemeinsam.

Innenentwicklung beschäftigt uns mehr denn je. Doch wie kann Siedlungsentwicklung auch sozial nachhaltig geschehen? Im Rahmen eines Innnovationsprojektes entwickelte unser interdisziplinäres Team unterstützt durch Expertinnen der Immobilienbranche dafür einen praktischen Leitfaden.

Die Bevölkerung wächst, insbesondere in den urbanen Zentren der Schweiz. Das Bundesamt für Statistik rechnet mit einem Bevölkerungswachstum von 20 Prozent in den nächsten dreissig Jahren, für einige Städte sogar mit knapp 30 Prozent. Dieser Anstieg und die damit verbundene grössere bauliche Dichte wird unsere Lebensräume verändern. Nur mit einer gezielten, sozial nachhaltigen Entwicklung können Orte entstehen, die lebendig und attraktiv bleiben, ein sicheres Umfeld bieten und somit die Grundlagen für eine stabile Mieterschaft sichern. Doch obwohl die Zielgruppen vielfach Massnahmen zu einer sozial nachhaltigen Entwicklung kennen, setzen sie diese selten oder gar nicht um. Oft schätzen sie das Thema als zu aufwändig ein oder es ist schwierig für sie, die Effekte zu beurteilen, da diese mit Verzögerung eintreten oder die politischen Anreize nicht ausreichend sind.

Sozial nachhaltige Siedlungen

«Der unmittelbare und frühzeitige Austausch ist entscheidend.»

An einem Workshop hat unser interdisziplinäres Team, zusammen mit Stakeholdern vom Bundesamt für Wohnungswesen, der Stadt Dietikon und der Abteilung Stadtentwicklung der Stadt Zürich, über die Raiffeisen Pensionskasse, Halter, Mobimo, die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich und Wir sind Stadtgarten bis zum Mieterinnen- und Mieterverband sich Fragen gestellt wie  «Wie kann die Verwaltung private Bauträgerschaften unterstützen?», «Worauf müssen wir bei Gemeinschaftsräumen achten?», »Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Mietenden bei geplanten Veränderungen zu informieren?», «Wie können wir Areale und Quartiere auch langfristig im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit gestalten?» - Schnell zeigte sich: der unmittelbare und frühzeitige Austausch zwischen Städten und Gemeinden, Grundeigentümerinnen und Entwicklern, Bewohnerinnen und dem Quartier ist entscheidend.

Sozial nachhaltige Siedlungen

Welche Massnahme zu welchem Zeitpunkt?

«Soziale Nachhaltigkeit muss von Anfang an mit eingeplant werden.»

Im Boostcamp entwickelte unser interdisziplinäres Team aus den Workshoperkenntnissen heraus einen Leitfaden für die soziale nachhaltige Innenentwicklung, Der Leitfaden bringt Struktur in die vielzähligen Massnahmen. Er versammelt sämtliche Werkzeuge der sozialen Nachhaltigkeit und ordnet diese in politische Anreizsysteme und sämtliche SIA-Phasen von der Projektentwicklung bis zur Sanierung oder der Erstellung etwaiger Ersatzneubauten. Der Leitfaden ist in drei verschiedene Bereiche gegliedert, so dass Politik und Verwaltung, die Eigentümerinnen und die Bewohner die für sie relevanten Teile leicht finden und anwenden können. Wenn alle ihren Beitrag leisten und bereits bei der Formulierung der allerersten Absichten und Lösungsstrategien die soziale Nachhaltigkeit mit einplanen, dann entstehen zuverlässig Überbauungen und Quartiere, die sich durch bezahlbare Mieten, starke Gemeinschaften, soziale Vielfalt und gute Einbettung in das Siedlungsgefüge auszeichnen.

Packen wir es gemeinsam an! Gerne beraten und begleiten wir unsere Kundinnen zu passgenauen Massnahmen.

Leitfaden

Projektteam

JKI
Jonathan Kischkel
jonathan.kischkel@ebp.ch

DUD
David Duca
david.duca@ebp.ch

FILLaura Fischer
laura.fischer@ebp.ch