Projekt

Agglomerations-Programm Unteres Reusstal

Als das untere Reusstal 2012 aus statistischer Sicht neu als Agglomeration gilt, entschliessen sich Kanton und Gemeinden dazu, ein erstes Agglomerationsprogramm zu erarbeiten. Viel Zeit steht nicht zur Verfügung – vom Beschluss des Regierungsrates bis zur Einreichung beim Bund verstreichen gerade mal 15 Monate.

Das Agglomerationsprogramm ist ein neues Instrument für den Kanton Uri und wurde entsprechend von Grund auf neu erarbeitet. Es knüpft an bereits bestehende regionale Planungen an und entwickelt die vorliegenden Konzepte des Kantons und der Gemeinden weiter. EBP hat den Kanton in der Projektleitung unterstützt, Grundlagen aufbereitet (teilweise unterstützt durch die Firma Ecoplan), den Bericht verfasst, Workshops mit allen Gemeinden und Fachämtern geplant und durchgeführt sowie die Arbeiten mit der Regierung und weiteren Beteiligten koordiniert.

Beteiligte Gemeinden

Übersicht_Perimeter_Gemeinden_Uri
Bildquelle: Amt für Raumentwicklung Kanton Uri

Inhalt

Das Agglomerationsprogramm formuliert Ziele und Strategien zur Entwicklung des Unteren Reusstals in den Themen Siedlung, Landschaft und Verkehr. Dazu gehören ein Zukunftsbild sowie eine Übersicht der Massnahmen. Die 13 Verkehrsmassnahmen mit der höchsten Priorität (A-Massnahmen) mit einem Investitionsumfang von CHF 57.2 Mio. wurden dem Bund zur Mitfinanzierung und Umsetzung zwischen 2019 und 2022 beantragt. Vertieft untersucht wurden neben den Verkehrslösungen auch Möglichkeiten zur Siedlungsentwicklung nach innen, wobei zum Beispiel verschiedene Massnahmen zur Erhöhung der Nutzungsdichten an geeigneten Lagen formuliert wurden. Im Bereich Landschaft wurden unter anderem Massnahmen zur Aufwertung der Kulturlandschaft formuliert.

Prüfprozess

Die Gemeinderäte der acht beteiligten Gemeinden und der Kanton haben vereinbart, die Massnahmen des Agglomerationsprogramms Unteres Reusstal fristgerecht umzusetzen. Der Urner Regierungsrat reichte das Agglomerationsprogramm Ende September 2016 dem Bund zur Prüfung ein. Der Bund wird über die Qualität des Programms sowie seine Gesamtwirkung entscheiden und bei einem positiven Prüfungsergebnis die Höhe der möglichen Bundesbeiträge und die unterstützungswürdigen Massnahmen festlegen. Der abschliessende Entscheid wird gegen Ende 2018 erwartet. Die Umsetzung der für das Untere Reusstal wichtigen Projekte wird jedoch unabhängig davon bereits weitergetrieben.

Bildquelle: Christof Hirtler, Altdorf