Projekt

Aktualisierung der Vollzugshilfe zur Vermeidung unnötiger Lichtemissionen

Richtige Dunkelheit gibt es in der Schweiz kaum noch, vielleicht hier und da in den Bergen. In den besiedelten Räumen ist es hell, auch in der Nacht. Das hat Folgen für Menschen und Natur. EBP unterstützt das Bundesamt für Umwelt bei der Aktualisierung der Vollzugshilfe zur Vermeidung unnötiger Lichtemissionen.

In den letzten Jahren hat künstliches Licht in der Umwelt stark zugenommen. Das hat Folgen für die Menschen und die Natur. Beim Mensch kann künstliches Licht in der Nacht oder an künstlichen Flächen reflektiertes Sonnenlicht am Tag zu Beeinträchtigungen führen. Lichtquellen in der Umwelt hellen ausserdem Innenräume auf, was Schlafstörungen hervorrufen kann. Weiter kann künstliches Licht verschiedene lichtscheue, mehrheitlich nachtaktive Arten bei wirbellosen Tieren, Fischen, Vögeln, Amphibien, Reptilien oder Säugern be- und verdrängen. Nachtlicht ist also neben anderen Faktoren wie Zersiedelung, Schadstoffeinträgen oder Lärm eine zusätzliche Belastung für empfindliche Ökosysteme.

Im Zusammenhang mit der Genehmigung des Berichts „Auswirkungen von künstlichem Licht auf die Artenvielfalt und den Menschen“ im Februar 2013 hat der Bundesrat dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) verschiedene Folgeaufträge erteilt. Das BAFU ist insbesondere beauftragt, Richtwerte zur Beurteilung der Schädlichkeit und Belästigung von künstlichem Licht in der Umwelt für den Menschen zu erarbeiten und die bestehende Vollzugshilfe (Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen, Bern 2005) zu aktualisieren.

Wir unterstützen das BAFU bei diesen Arbeiten.