Projekt

Bergsicht auf dem iPhone

Mit der Applikation "SwissPeaks" wird auf dem Kamerabild von Mobiltelefonen angezeigt, welche Bergspitzen sichtbar sind. Zusammen mit der ETH hat EBP diese Software entwickelt und umgesetzt. Damit erhalten Berg- und Skitouren einen informativen Mehrwert, ohne dass die Wandergruppe auf einen Geografie-Kenner angewiesen ist.

Das Stichwort Augmented Reality ist in den letzten Monaten auch in der Tagespresse angekommen. Es steht für spezielle Applikationen, mit deren Anwendung im Live-Bild von Mobiltelefonen zusätzliche Informationen dargestellt werden können. Typische Beispiele sind Wegweiser zur nächsten U-Bahn-Station oder Hinweise zu freien Wohnungen. Augmented Reality funktioniert in Geräten, die neben einem GPS und Neigungssensoren auch einen Kompass eingebaut haben. Dies ist bei den neuesten iPhones der Fall. Die Technologie steckt heute noch in der Experimentierphase. Wie der tatsächliche Einsatz in der Praxis aussehen wird, ist noch ungewiss. Zentral für den Erfolg ist nicht nur eine reibungslos funktionierende Technik und einfache Bedienung. Entscheidend ist vor allem die Frage, welchen Mehrwert die Informationen den Nutzenden bringen.

EBP hat zusammen mit dem Lehrstuhl für Information Management der ETH ein Projekt gestartet, um die Alltagstauglichkeit von Augmented Reality zu testen: Die Projektpartner haben eine Applikation zur Erkennung von Bergspitzen entwickelt. Die Applikation ist mittlerweile technisch umgesetzt und als "SwissPeaks" für die Schweiz und "WorldPeaks" für die ganze Welt erhältlich.

"SwissPeaks" und "WorldPeaks" erlauben es der Anwenderin oder dem Anwender, bei einer Wanderung oder Skitour den Freunden unkompliziert mitzuteilen, welche Berge am Horizont sichtbar sind. Vergessen ist das Auswendiglernen von Geografie-Büchern und das Studieren verblichener Informationstafeln. Die Informationen über die Bergspitzen bezieht das iPhone je nach Standort entweder über eine öffentliche Datenbank oder über den eigens dafür eingerichteten Datenservice von EBP. Das Gerät berücksichtigt die aktuelle Position des Nutzers, der Nutzerin sowie das umliegende Gelände. So sind nur die Bergspitzen auf dem Bildschirm angezeigt, welche tatsächlich sichtbar sind: Ausgefiltert werden diejenigen Berge, die aufgrund der Topographie nicht im Blickfeld liegen. Eine erste Auszeichnung mit fünf Sternen hat die Applikation bereits erhalten.