Projekt

Brandschutz für die Wohn- und Geschäftsüberbauung Eggbühl-Areal, Zürich-Seebach

Die neue Überbauung an der Eggbühlstrasse 12 – 26 in Zürich-Seebach bietet Wohnraum für 135 Mieter und zusätzliche Gewerbenutzflächen im Erdgeschoss. EBP plante für das Gebäude die umfassenden Brandschutzmassnahmen. Ergebnis: Das Objekt, das in die Qualitätssicherungsstufe 1 eingeteilt ist, erfüllt nun alle normativen Brandschutzanforderungen gemäss VKF.

Die Wohn- und Geschäftsüberbauung an der Eggbühlstrasse, damals als Siegerprojekt im Jahr 2015 durch pool Architekten hervorgegangen, ist U-förmig ausgebildet und schliesst mit der offenen Seite an bestehende Gewerbebauten an. Der so entstehende, begrünte Innenhof ist von der Nord- und Südseite her zugänglich und bietet unterschiedliche Aufenthalts- und Spielbereiche.

Ausgangslage für die Brandschutzmassnahmen im Innenhof

Die Erschliessung der Treppenhauskerne erfolgt von der Eggbühlstrasse und über den Innenhof. Somit bildet sich eine lebendige Begegnungszone zwischen Bewohnern und Gästen im grosszügigen Innenbereich des Areals. Die Gewerbeflächen sind direkt von aussen zugänglich.

Die Gebäude bestehen aus zwei Untergeschossen sowie sieben Geschossen über Terrain. Die Gebäudehülle ist nichtbrennbar als 2-Schalen-Mauerwerk konzipiert. Dadurch ist es nicht nötig, einen Zugang für die Feuerwehr zu den Innenhoffassaden zu gewährleisten.

Entrauchung der Tiefgarage

Die Tiefgarage im 1. UG mit einer Nutzfläche von 3’474 m² bietet Platz für 128 Fahrzeuge und ist durch eine Ein-/Ausfahrtsrampe zugänglich. Für die Entrauchung erarbeiteten wir mehrere Varianten, wobei der Entscheid der Bauherren auf eine maschinelle Rauch- und Wärmeabzugsanlage (MRWA) fiel. Die Nachströmung erfolgt dabei von drei Seiten via Zuluftschächte vom EG sowie der Zufahrtsrampe und wird auf der gegenüber liegenden Seite fortgeführt. Mit dem errechneten 8-fachen Luftwechsel erreicht der eingesetzte Ventilator dabei eine Strömungsleistung von 77'300 m³/h. Für die MRWA erstellten wir ein separates Entrauchungskonzept, welches die Gebäudeversicherung Zürich genehmigte.

Brandschutzmassnahmen für umliegende Objekte

Im Norden zur bestehenden Trafostation unterschreitet der Gebäudeabstand das nach VKF vorgeschriebene zulässige Mindestmass. In Zusammenarbeit mit den EWZ haben wir deshalb die erforderlichen Brandschutzmassnahmen für die Station erstellt. Unsere Lösung: Die Abschlüsse werden feuerwiderstandsfähig ausgeführt und die Belüftungsöffnungen an neue Standorte versetzt.

Sichere Treppenhäuser und Fluchtwege

Wo notwendig planten wir zudem Sicherheitsbeleuchtungen und Rettungszeichen ein, insbesondere in den Fluchttreppenhäuser, in horizontalen Fluchtwegen sowie in den Fahrgassen der Tiefgarage. Die Entrauchung der Treppenhäuser lösten wir über Dachoblichter.

Lüftungstechnische Anlagen sind mit einer Rauchauslöseeinrichtung ausgestattet, welche im Brandfall die Lüftung stoppt und so eine Rauchausbreitung verhindert.

Bildquelle: © maaars architektur visualisierungen