Projekt

Evaluation der Sonderabfallbranche und ihr Gefährdungspotenzial für Gewässer

Der Eintrag von Mikroverunreinigungen in Gewässer soll reduziert werden. Im Rahmen einer Situationsanalyse erstellte EBP eine Übersicht über die Sonderabfallbranche und schätzte das Potential für Stoffeinträge in Gewässer ab.

Mit der Recherche und Beurteilung unterstützte EBP das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und den Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA). Diese wollen anhand einer Situationsanalyse herausfinden, welche potenziellen Stoffeinträge aus Industrie und Gewerbe kommen.

EBP evaluierte die Sonderabfallbranche mittels Experteninterviews, Datenauswertung und Literaturrecherche. Hieraus entstanden folgende Ergebnisse:

  • Übersicht über die Akteure und Tätigkeiten in der Sonderabfallbranche
  • Analyse der Abfallströme
  • Übersicht über abwasserrelevante Prozesse der Sonderabfallbehandlung. Fokus lag dabei auf der chemisch-physikalischen Behandlung der mengenmässig relevanten Abfallströme.

Die Resultate zeigen, dass die Sonderabfallbranche ein gut funktionierendes System hat. Die Prozesse zwischen den Akteuren (abgeben, annehmen, weiterleiten) laufen reibungslos. Die bestehenden Anforderungen an die Abwässer im Normalfall werden eingehalten. Jedoch findet das neue Thema der organischen Spurenstoffe noch zu wenig Beachtung. Um künftig die organischen Spurenstoffeinträge genauer untersuchen zu können, erstellte EBP eine Priorisierung der Abfallströme, die hierfür detaillierter zu betrachten wären. Kriterien waren dabei die behandelten Mengen, die Behandlungswege und Hinweise auf enthaltene Spurenstoffe.