Projekt

Evaluation des globalen Programms «Sustainable Recycling Industries»

Die Schweiz engagiert sich seit Langem für das Recycling von Sekundärressourcen in Entwicklungsländern. Auch das Programm «Sustainable Recycling Industries» (SRI) soll dazu beitragen. Finanziert wurde es vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). EBP erhielt den Auftrag, das Programm gesamthaft zu evaluieren und Empfehlungen für eine potentielle Folgephase zu entwickeln.

Ziel des Programms ist es, KMU in Entwicklungs- und Schwellenländern nachhaltig zum Recycling von Sekundärressourcen zu motivieren und sie so in eine globale Wertschöpfungskette zu integrieren. Die Programmziele waren:  

  • ausgewählte Experten dazu befähigen, Lebenszyklusdaten für wichtige Industriesektoren zu entwickeln und erste Datensätze zu erheben
  • Kapazität für das nachhaltige Rezyklieren von Elektroschrott aufbauen, in enger Zusammenarbeit mit dem Privatsektor, Bildungsinstitutionen und dem informellen Sektor
  • im Rahmen eines globalen Prozesses Nachhaltigkeitskriterien für Sekundärmaterialien entwickeln und anschliessend zur Anwendung bringen.

Von 2013 bis 2017 haben insgesamt sieben Länder das Programm umgesetzt, dazu gehörten Ägypten, Brasilien, Ghana, Indien, Kolumbien, Peru und Südafrika. Jedes Land setzte bei den drei Programmzielen einen unterschiedlichen Fokus. Verantwortlich für die Umsetzung waren die Eidg. Materialprüfungszentrale Empa, das World Resource Forum WRF und ecoinvent.

EBP evaluierte Relevanz, Effektivität, Effizienz und Nachhaltigkeit des Programms

EBP führte eine Evaluation des Programms durch und ging dabei folgenden Fragen nach:

  • Wie relevant sind die Programmziele?
  • Wie relevant ist das Programm für die Partnerländer?
  • Wie effektiv sind die Projektaktivitäten im Hinblick auf die Programmziele?
  • Wie effizient ist das Projektmanagement?
  • Wie kann der gestiftete Projektnutzen langfristig erhalten oder ausgebaut werden?

Im Weiteren identifizierte das EBP-Evaluationsteam generelle Erkenntnisse aus dem Umsetzungsprozess und trug sie zusammen. Aufbauend auf den Ergebnissen entwickelten wir Empfehlungen für eine potentielle Folgephase des Programms, um damit die Strategie des SECO zu unterstützen.

Bildquelle: Maya Wolfensberger