Projekt

Kantonaler Gestaltungsplan Neue Deponie Lufingen

Eine neue Reststoff- und Inertstoffdeponie muss hohen Ansprüchen aus den Bereichen Wald- und Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Gewässerschutz sowie Natur- und Landschaftsschutz genügen. EBP begleitet die Planung einer Deponie in den Gemeinden Lufingen und Embrach.

Die Eberhard Abfallverwertung AG plant die Erstellung einer Reststoff- und Inertstoffdeponie im Gebiet "Häuli" in den Gemeinden Lufingen und Embrach. Die neue Deponie Lufingen stellt die Nachfolgedeponie für die heute in Betrieb stehende Reaktordeponie "Leigrueb" des Deponiezweckverbandes Zürcher Unterland (DEZU) dar. Sie liegt unmittelbar westlich der bestehenden Deponie, so dass deren Infrastruktur von der neuen Deponie soweit möglich genutzt werden kann. Das Deponievolumen der geplanten Deponie beträgt rund 2 Mio. m3. Am vorgesehenen Standort besteht ein Richtplaneintrag für Materialgewinnung, die Deponierung von Reststoffen oder Inertstoffen ist gemäss dem bestehenden Richtplaneintrag jedoch nicht vorgesehen. In der nun laufenden Teilrevision des Richtplanes wird der Standort Häuli als Deponiestandort vorgeschlagen. Der Regierungsrat hat das Geschäft mit Antrag vom 9. Juli 2008 an den Kantonsrat überwiesen.

Das Projekt wurde im Verlaufe der Bearbeitung für die Stufe Gestaltungsplan weiter entwickelt und in verschiedenen umweltrelevanten Belangen optimiert. Gemeinsam mit den hauptbetroffenen kantonalen Fachstellen wurde eine Konsenslösung gefunden, welche die verschiedenen Ansprüche aus den Bereichen Wald- und Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Gewässerschutz sowie Natur- und Landschaftsschutz möglichst ausgeglichen berücksichtigt. Dank der vorgesehenen Gestaltung des Geländes mit Aushubmaterial können sehr viele Transportfahrten vermieden werden. Im Weiteren konnte im Rahmen der Projektoptimierung auch die Rodungsfläche deutlich verringert werden. Auch die übrigen tangierten Lebensräume werden in der Endgestaltung wieder zur Verfügung gestellt.

EBP hat die Eberhard Abfallverwertung sowohl bei der Standortevaluation für den Richtplaneintrag als auch bei der Erarbeitung des kantonalen Gestaltungsplans zusammen mit drei weiteren Planungsbüros unterstützt. Für die bei Reststoffdeponien erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung haben wir den Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) massgeblich erarbeitet und die Koordination mit den Partnerbüros wahrgenommen.