Projekt

Kongresszentrum Zürich: Potenzielle Auswirkungen auf die Quartiere

Die Stadt Zürich evaluiert vier Standorte für ein künftiges Kongresszentrum. Welche Auswirkungen auf das umliegende Quartier sind zu erwarten? Verändert sich das gastronomische Angebot im Umfeld? Oder werden die öffentlichen Räume anders genutzt? Diesen und anderen Fragen geht EBP in einem Kurzgutachten nach.

Die Stadt Zürich beabsichtigt die Realisierung eines neuen Kongresszentrums und evaluiert derzeit vier Standorte: Das Areal Geroldstrasse, das Kasernenareal, der Carparkplatz im Vorderen Kreis 5 und das Gebiet Hafen Enge. Städtebauliche, planerische und rechtliche Abklärungen zu den einzelnen Standorten sind in Bearbeitung. Im Zeitraum vom Dezember 2009 bis Februar 2010 hat EBP mit einer Studie eine qualifizierte Einschätzung vorgenommen, was mögliche Auswirkungen eines Kongresszentrums auf die Quartiere sein könnten.

EBP untersucht für jeden Standort die Auswirkungen in den Bereichen «Wohnen, Arbeiten und Identität», «öffentliche Räume und Grünräume», «Angebote Gastronomie, Detailhandel, Hotellerie, Kultur und Freizeit» sowie «Verkehr». Ein Städtevergleich und eine Situationsanalyse in den vier Quartieren der Standorte sind die Ausgangslage. Daraus werden mögliche Auswirkungen abgeleitet. Ergebnis der Studie sind differenzierte Aussagen zu den einzelnen Themen. Die Vielzahl von Aussagen können für die Standorte überspitzt auf den Punkt gebracht werden: Ein Kongresszentrum auf dem Areal Geroldstrasse bedeutet für das Quartier einen «Tropfen auf den heissen Stein». Auf dem Carparkplatz im Vorderen Kreis 5 wäre ein Kongresszentrum ein «neues Scharnier zwischen dem Bildungs-, Wohn- und Kulturstandort Vorderer Kreis 5, dem Sihlraum und der Innenstadt». Auf dem Kasernenareal im Kreis 4 steht ein Kongresszentrum als «Insel in der Nähe der Europaallee» und am Seeufer bei der Sukkulentensammlung würde ein Kongresszentrum eine «Erweiterung bestehender Strukturen hin zum Seeufer» bedeuten. Die differenzierte Analyse können Sie der Studie entnehmen.

Die vier Standorte werden mit der Öffentlichkeit am 20. Mai 2010 im Rahmen eines Echoraums diskutiert. Aufgrund der vorliegenden Arbeiten, dem Resultat der öffentlichen Debatte und der Diskussion mit dem Gemeinderat wird der neu konstituierte Stadtrat das weitere Vorgehen beschliessen. Kann man sich auf einen Standort einigen, legt der Stadtrat dem Gemeinderat eine Weisung zur Erhöhung des Projektkredits vor, damit 2011 ein Architekturwettbewerb durchgeführt werden kann.