Projekt

Ortsdurchfahrt Teufen (AR): Gesamtprojektleitung

Im Ortszentrum der Gemeinde Teufen (AR) werden die Gleise der Appenzeller Bahnen auf die Kantonsstrasse verlegt (Doppelspur). Gleichzeitig wird der Bahnhof auf drei Gleise erweitert und die Publikumsanlagen behindertengerecht modernisiert. Im Auftrag der Appenzeller Bahnen und des Kantons Appenzell Ausserrhoden hat EBP die bauherrenseitige Gesamtprojektleitung inne.

Bei der Ortsdurchfahrt Teufen handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Appenzeller Bahnen (Projektlead) und des Kantons Appenzell Ausserrhoden.

Neue Doppelspur verbessert Verkehrssicherheit

Die Appenzeller Bahnen fahren heute einspurig durch das Dorfzentrum von Teufen. Der Zug kommt dabei dem motorisierten Individualverkehr (MIV) und dem Veloverkehr je nach Fahrtrichtung direkt entgegen. Dies ist aus Sicherheitsgründen nicht mehr länger tolerierbar. Deshalb werden mit dem Neubauprojekt die Gleise als Doppelspur auf der Strasse durch das Ortszentrum geführt. Es wird ein Strassenbahnbetrieb eingeführt, so dass weitgehend auf Sicherungsanlagen verzichtet werden kann. Die Züge verkehren dabei als ‘Pulkführer’ in gleicher Fahrtrichtung wie der MIV, was zu Verbesserung der Verkehrssicherheit und einer willkommenen Verstetigung und Beruhigung des MIV führt.

Der Umbau der Ortsdurchfahrt umfasst neben dem Gleisbau gleichzeitig auch die Sanierung der Kantonsstrasse (inkl. Ersatz einer Hangbrücke) und angrenzender Stützbauten. Hinzu kommen die Verlegung und der Ersatz diverser Werkleitungen.

Bahnhof wird moderner und behindertengerecht

Vorgängig dem Bau der Strassenbahn-Doppelspur durch das Dorfzentrum wird der Bahnhof Teufen aus betrieblichen Gründen auf drei Gleise ausgebaut. Die Publikumsanlagen werden modernisiert und behindertengerecht ausgestaltet. Zusätzlich wird die Bahnhof-Kreuzung zu einem Kreisel umgebaut (mit Integration der neuen Doppelspur).

Besondere Herausforderungen

Die Realisierung muss grundsätzlich unter Betrieb erfolgen und das gesellschaftliche und gewerbliche Leben im Dorf muss trotz Baustelle weitergehen. Innerhalb des Baustellenperimeters befinden sich zentrale Infrastrukturen der Gemeinde (Gemeindehaus, Kirche, Schule, Läden, Restaurants, Gewerbebetriebe) was an Verkehrsführung und die Baustellenlogistik hohe Anforderungen stellt.