Projekt

Parkraummanagement in Vorarlberg

Für sieben vorarlbergische Gemeinden wurden der Handlungsbedarf und die Potenziale für ein regionales Parkraummanagement aufgezeigt und sowohl auf fachlicher wie auch auf politischer Ebene diskutiert. Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und konkrete Empfehlungen für Einzelgemeinden und die Region runden die Arbeit ab.

Projektübersicht

Ziel der Studie ist, das Potenzial von regionalen Parkraummanagement-Massnahmen in den sieben beteiligten Gemeinden abschätzen zu können und konkrete Handlungsempfehlungen abzugeben. Mit einem Massnahmenkatalog, der regional harmonisiert ist, aber auch Spielraum für kommunale Eigenheiten bietet, sollen sowohl die Probleme der beteiligten Kommunen als auch die gewünschten Entwicklungsrichtungen im Bereich der Mobilität unterstützt und regionale Standards geschaffen werden.

Erarbeitung in drei Phasen

Phase 1: Analyse der Ausgangslage und Handlungsempfehlungen

Die konkreten Probleme und die Bedürfnisse der beteiligten Gemeinden (Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Lustenau, Schwarzach und Wolfurt) sowie des Landes Vorarlberg wurden anlässlich individueller Gespräche vor Ort thematisiert. Daraus wurden erste Empfehlungen und mögliche Rahmenbedingungen eines regionalen Parkraummanagements abgeleitet und fachlich sowie politisch zur Diskussion gestellt:

  • Verursachergerechte Finanzierung von Bau, Betrieb und Unterhalt der Parkplätze
  • Bestimmungsgemässe Nutzung, also Parkplätze bei Geschäften für deren Kunden, in Wohngebieten für Einwohnende und Besuchende
  • Steigerung der (Verkehrs-)Sicherheit durch Unterbinden von Parkierung an ungeeigneten Stellen
  • Verbesserte Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum durch besseres Ordnen und Nutzen der Parkplätze

Phase 2: Massnahmen

Für die Konkretisierung der Handlungsempfehlungen wurde mit den Gemeinden ein vertiefendes Zweitgespräch geführt. Aus dem harmonisierten Massnahmenkatalog wurden die für die jeweilige Gemeinde zielführenden Massnahmen und deren Umsetzungs-Perimeter definiert.

Phase 3: Finanzierung, Organisation und Umsetzung

Als Entscheidungsgrundlage für die Gemeinden wurden die wirtschaftlichen Auswirkungen der empfohlenen Massnahmen aufgezeigt. Dabei wurde sowohl auf Erfahrungswerte aus anderen Projekten als auch auf Kenntnisse zu bisherigen Einnahmen und Ausgaben in den beteiligten Gemeinden selbst zurückgegriffen.

Für die Organisation und Umsetzung wurden Empfehlungen erarbeitet. Der Schwerpunkte lag dabei auf der interkommunalen Zusammenarbeit bei der Kontrolle und Beschaffung von Parkautomaten, aber auch auf der Koordination der Umsetzung und der Kommunikation.

Begleitprozess

Die Arbeiten wurden von einer Lenkungsgruppe, bestehend aus den Bürgermeistern und Fachverantwortlichen der Gemeinden, begleitet. An sogenannten Regionalkonferenzen wurden die Zwischenergebnisse den Mitgliedern der kommunalen Gemeindeentwicklungs-, Raumplanungs- und Mobilitätsausschüsse vorgestellt und Feedbacks zur Optimierung des Massnahmenkatalogs eingeholt.