Projekt

Planung Flusseinzugsgebiet Bregalnica

Die Wasserressourcen des Flusses Bregalnica in Mazedonien sollen nachhaltig bewirtschaftet werden. Bevölkerung, Industrie und Landwirtschaft sollen von ausreichend sauberem Wasser profitieren. EBP ist für die Entwicklung einer Flusseinzugsgebietsplanung verantwortlich, begleitet die Realisierung von kleinen Infrastrukturprojekten und steuert die öffentliche Kommunikation.

Bregalnica ist der zweitgrösste Fluss in Mazedonien. Bevölkerung, Industrie und Landwirtschaft in 15 Gemeinden im Osten des Landes sind von seinen Wasserressourcen und jenen der Zuflüsse abhängig. Eine umfassende Analyse des Einzugsgebiets und ein Monitoring von Oberflächengewässern und Grundwasserkörpern lieferten zunächst Daten zur Quantität und Qualität des vorhandenen Wassers. Anschliessend wurden Ziele und Massnahmen für eine volkswirtschaftlich optimale Nutzung und einen angepassten Schutz der Wasserressourcen festgelegt.

In einem nächsten Schritt erhielten die Gemeinden in der Region die Möglichkeit, im Rahmen der festgelegten Ziele und Massnahmen Vorschläge für kleine Infrastrukturprojekte einzureichen, die über einen Fonds finanziert werden. Mehr als 15 Projekte wurden umgesetzt und umfassten beispielsweise Abwassersysteme für Dörfer, kleine Kläranlagen, Anlagen für die Wasserversorgung oder Infrastrukturmassnahmen zur Flussregulierung.

Das Projekt wird im Auftrag der mazedonischen Regierung, der Gemeinden in der Region sowie des SECO zwischen 2012 und 2016 durchgeführt. EBP erbrachte in Zusammenarbeit mit einem spanischen Büro und lokalen Projektpartnern unter anderem folgende Leistungen:

  • Analyse von Quantität und Qualität der Wasserressourcen
  • Erstellung der notwendigen GIS-Grundlagen
  • Entwicklung einer Flusseinzugsgebietsplanung in Übereinstimmung mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie
  • Einrichtung und Bewirtschaftung eines Fonds für kleine Infrastrukturprojekte
  • Sensibilisierung von Bevölkerung, Industrie und Landwirtschaft
  • Modellierung von Wasserdargebot und -nachfrage anhand von verschiedenen Zukunftsszenarien und unter Berücksichtigung des Klimawandels (Water Allocation Model)
  • Modellierung der Phosphor-Einträge in die Oberflächengewässer
  • Entwicklung eines Kommunikationskonzepts
  • Öffentliche Information und Medienarbeit
  • Bewirtschaftung der Projektwebsite
  • Ausbildung von nationalen Behörden
  • Analysen und Beiträge für den nationalen Politikdialog zur integrierten Wasserwirtschaft