Projekt

Risiken beim Bahntransport gefährlicher Güter

Die Aufsichtsbehörden von Bund und Kantonen sowie die Bahnen haben mit der Version 2.0 des TgG Screening-Tools die Möglichkeit, netzweit die Gefahrgutrisiken zu analysieren und örtliche Variantenstudien durchzuführen. Dabei werden neu auch Umweltrisiken betrachtet.

Die Störfallverordnung (StFV) verpflichtet die Inhaber von Verkehrswegen, auf denen gefährliche Güter transportiert werden, die daraus resultierende Risikosituation für Bevölkerung und Umwelt abzuschätzen und nötigenfalls Sicherheitsmassnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt vor schweren Schädigungen infolge von Störfällen zu treffen.

Für 2011 war eine Aktualisierung des netzweiten Überblicks über die Risikosituation aufgrund des Transports gefährlicher Güter auf der Schiene vorzunehmen. In diesem Zusammenhang wurde das Screening-Tool zumTransport gefährlicher Güter weiterentwickelt (TgG 2.0).

TgG 2.0 ist als Web-Applikation realisiert. Es erlaubt den Aufsichtsbehörden von Bund und Kantonen sowie den Bahnen, auf eine zentrale Datenbank zuzugreifen. Sowohl standardisierte als auch frei definierbare Streckenabschnitte können auf Personen- und Umweltrisiken analysiert und auf einer interaktiven Karte dargestellt werden. Zusätzlich können die autorisierten Benutzer durch Änderungen der ortspezifischen Einflussgrössen eigene Variantenstudien durchführen und verwalten.

In diesem interdisziplinären Projekt entwickelte der Geschäftsbereich Sicherheit die Fachmethodik zur Risikoanalyse; die Umsetzung erfolgte durch den Geschäftsbereich Informatik + GIS. TgG 2.0 basiert auf ArcGIS Server. Die Daten werden in MS SQL Server Express gehalten. Die Applikation wurde in Silverlight und C# entwickelt.