Projekt

Seeschüttung Urner See

Das Projekt Seeschüttung im Urner See hat die SIA-Auszeichnung «Umsicht 2006/2007» für besonders zukunftsfähige Beiträge zum Bauwerk Schweiz erhalten. Es wird bis am 27.01. an der Swissbau in Basel präsentiert

Die Flachwasserzonen im Gebiet der Reussmündung wurden anfangs des 20. Jahrhunderts durch den intensiven Kiesabbau zerstört. Das Seeufer war damit der Erosion ausgesetzt und verschob sich bis 300 Meter landeinwärts. Ökologisch wertvolle Lebensräume gingen dadurch endgültig verloren.

Die grossen Tunnelbauvorhaben im Kanton Uri wie NEAT und Nationalstrasse lieferten grosse Mengen an Ausbruchmaterial. Mit der Schüttung von insgesamt 3.3 Mio Tonnen überschüssigem Ausbruchmaterial wurden neue Lebensräume in Form von 12 ha Flachwasserzonen, drei Bade- und drei Naturschutzinseln geschaffen.

Mit dem Projekt Seeschüttung wurde schweizweit Neuland betreten. Viele technische und ökologische Fragen wurden erstmals gelöst. Die erfolgreiche Realisierung gelang dank interdisziplinärer Zusammenarbeit von Experten aus den verschiedensten Fachgebieten. Das Buch «Neuland – Die Inseln im Urner See» von Christoph Zurfluh, Edi Schilter und Hans Paul Gemperli beschreibt das Projekt sehr anschaulich und mit vielen faszinierenden Bildern. Das Buch kann im Buchhandel oder mit dem Bestellschein (siehe Weitere Informationen) gegen Rechnung angefordert werden.

Das Projekt ist ein Beispiel gelungener Nachhaltigkeit und erhielt daher die SIA-Auszeichnung «Umsicht 2006/2007». Im Jury-Bericht zu unserem Wettbewerbsbeitrag wird die einzigartige Kombination von Landschaftsgestaltung und Naturschutz in einem kulturell bedeutsamen Raum als wegweisend für die künftige Gestaltung von Kulturlandschaften mit hohem Konfliktpotential gelobt.

Unsere Leistungen für die Seeschüttung umfassen:

  • Gesamtkoordination stellvertretend für den Kanton Uri
  • Oberbauleitung mit Qualitäts-, Termin- und Kostenkontrolle
  • Projekt der Umschlaganlagen
  • Qualitätssicherung im Umweltbereich
  • Führung der Experten und aller Beauftragten
  • Öffentlichkeitsarbeiten