Projekt

Strategie Elektromobilität Bodenseeraum

Die Elektromobilität kann positive Beiträge zum Energie- und Verkehrssystem im Bodenseeraum leisten. EBP untersuchte Aktivitäten mit Bezug zur Elektromobilität in der Region und entwickelte eine Strategie für die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) mit Maßnahmenvorschlägen.

Insgesamt vier Länder gehören zur Bodenseeregion: Die Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein. Rund einen Drittel der CO2-Emissionen in der Region sind der Mobilität zuzuschreiben. Es gibt viel Verkehr auf der Strasse, der Schiene und dem Wasser. Insbesondere der Strassenverkehr ist nahezu vollständig von fossilen Energieträgern abhängig. Die E-Mobilität gilt daher als vielversprechende Zukunftstechnologie für eine nachhaltige Mobilität mit verminderter Abhängigkeit von fossiler Energie und weniger lokalen Emissionen. Gerade in ländlich geprägten Gebieten birgt die E-Mobilität Chancen für ein nachhaltigeres Energie- und Verkehrssystem, da hier die individuelle motorisierte Mobilität auch künftig eine wichtige Rolle spielen wird. Und Dank des wachsenden Anteils erneuerbarer Energie am Strommix können Elektrofahrzeuge immer umweltschonender angetrieben werden.

Enge Einbindung der Stakeholder

Die IBK will die Bodenseeregion als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum erhalten und fördern. Zu diesem Zweck möchte sie auch die regionale Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren aus Politik und Wirtschaft stärken. Da die Elektromobilität positive Beiträge zum Energie- und Verkehrssystem im Bodenseeraum leisten kann, hat die IBK eine Strategie zu dem Thema entwickelt. EBP unterstützte den Prozess. Um die strategische Ausrichtung richtig zu gestalten und geeignete Massnahmen zu identifizieren, erarbeiteten wir eine Akteuranalyse, interviewten die wichtigsten Stakeholder, führten mehrere Workshops durch und moderierten diese.

Politik und Wirtschaft als Partner gewinnen

Die IBK hat sich bis 2030 folgendes Ziel für die Elektromobilität gesetzt: «In der Bodenseeregion wird das Potenzial der Elektromobilität zur Erreichung eines nachhaltigen Energie- und Verkehrssystems vorbildlich ausgeschöpft. Ein solches hat in einer Lebenszyklusperspektive mindestens neutrale Auswirkungen hinsichtlich Klima, Luftqualität und Lärm».
Diese Ziele möchte sie durch folgende Unterziele sicherstellen:

  • Der Strom für den Betrieb der Elektromobilität kommt zu 100% aus erneuerbaren Energien.
  • Die Elektromobilität ergänzt Massnahmen zur Stärkung des langsamen Individualverkehrs, des öffentlichen Verkehrs und Sharing-Angebote.
  • Die öffentliche Hand, einschliesslich der Parlamente & Regierungen, sowie wichtige Wirtschaftszweige und Energieversorger unterstützen die Elektromobilität. Dies betrifft insbesondere auch Akteure des Tourismus, sowie grosse Arbeitgeber.

Die IBK verfolgt eine ganzheitliche Strategie, um die Elektromobilität zu stärken. Dazu gehört auch eine klare Kommunikation, mit der sie das Thema vorantreiben will.