Projekt

Südostbahn, Instandsetzung Wasserfluhtunnel

Der über 100 Jahre alte einspurige Wasserfluhtunnel der Südostbahn muss umfassend instandgesetzt, in der Sohle streckenweise abgesenkt und technisch aufgerüstet werden.

Das Bauvorhaben

Der über 100 Jahre alte, einspurige und 3.5 km lange Wasserfluhtunnel entsprach nicht mehr den aktuellen Sicherheits- und Profilanforderungen. Er musste daher in den Jahren 2011 und 2012 umfassend instandgesetzt, erweitert und technisch aufgerüstet werden.

Im Zuge der Gewölbesanierung wurden schadhafte Spritzbetonschalen ersetzt, Wassereintritte und Feuchtstellen gefasst und verwitterte oder mürbe Mauerwerkssteine bzw. Fugen saniert. Zudem wurden lokale Unterprofilstellen um wenige Zentimeter abgefräst. Die Arbeiten wurden im Jahr 2011 in verlängerten Nachtsperrungen ausgeführt.
Auf der Seite Brunnadern musste die Tunnelsohle auf rund 1.3 km Länge vollständig ausgeräumt, mit einer Kaltfräse um 10-40 cm abgesenkt und mit einer neuen Betonsohle versehen werden. Gleichzeitig wurde in diesem Abschnitt auch die gesamte Tunnelentwässerung erneuert und neue Nischenböden erstellt. Anschliessend wurde wieder der Schotter eingebracht und das neue Gleis verlegt.

Für die Sohlenabsenkung auf der Seite Brunnadern und für die Montage der Stromschiene auf der ganzen Tunnellänge konnte der Wasserfluhtunnel aus betrieblichen Gründen nur für fünf Wochen vollständig gesperrt werden. Für alle Beteiligten war dies bezüglich Materialmengen, Transportlogistik und Personalressourcen eine enorme Herausforderung. Dank sorgfältiger Planung, enger Koordination und grosser Flexibilität aller Beteiligten konnten die Bau- und Montagearbeiten planmässig abgeschlossen werden.

Nach der Totalsperre folgte die Montage der Selbstrettungseinrichtungen, die wiederum in verlängerten Nachtsperrungen ausgeführt wurden. Dies umfasste Tunnelfunk, Handlauf inklusive Notbeleuchtung und Notruf in den Personenschutznischen.

Unsere Aufgaben

Die SOB hat uns ab Phase Ausschreibung mit der Gesamtprojektleitung und Oberbauleitung für sämtliche Bau- und Montagearbeiten beauftragt. Als Bauherrenvertreter waren wir verantwortlich für die Koordination aller Projektbeteiligten inklusive Fachdienste SOB. Die Öffentlichkeitsarbeit beinhaltete die Information der betroffenen Gemeinden, der Anwohner und der Presse.