Projekt

Tramdepot Irchel – Anpassung Ausziehgleis

Dank angepasstem Ausziehgleis können die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) ihr Tramdepot Irchel effizienter nutzen. Entkoppeln und separates Rangieren von langen Tram-Kompositionen sind damit Geschichte.

Seit November 2010 werden auf der Linie 7 auch Tram-Kompositionen mit Niederflur-Mittelteil und Anhänger, sogenannte 'Sänfte-Pony-Züge' eingesetzt. Diese sollen im Tramdepot Irchel gewartet und abgestellt werden.

Das bestehende Ausziehgleis ist in seiner heutigen Länge für 43 m-Züge bereits ausgereizt. Die Sänfte-Pony-Züge, die mit 45 m noch einmal zwei Meter länger sind, können deshalb nur mit erheblichem betrieblichem Aufwand (Komposition trennen und separat rangieren) von der Fahrzeugkontrolle in die Abstellhalle gefahren und dort wieder zusammengekoppelt werden. Dieser Zustand ist betrieblich unbefriedigend und aufwendig, weshalb zunächst VBZ-intern nach alternativen Lösungen gesucht wurde. In diesem Zusammenhang soll auch im Hinblick auf die Beschaffung der neuen Tramgeneration (NTG) der VBZ das Ausziehgleis auf die zukünftigen Anforderungen ausgelegt werden.

Im Oktober 2010 wurde EBP beauftragt, den von den VBZ erarbeiteten Variantenfächer unabhängig auf seine Vollständigkeit zu prüfen und gegebenenfalls zu ergänzen. Darüber hinaus wurden sämtliche Varianten hinsichtlich ihrer bautechnischen, bahntechnischen und betrieblichen Auswirkungen und Kostenfolgen untersucht und die zugehörigen Vor- und Nachteile verglichen.

Aufbauend auf dem Ergebnis aus dem Variantenvergleich erarbeitete EBP das Plangenehmigungs- und Ausführungsprojekt als Gesamtplaner. Dies beinhaltete insbesondere auch die Erstellung eines Biege- und Montageplans für zwei Weichen und zwei Gleiskreuzungen, einen Fabrikationsplan Fremdproduktion, einen Gleisabsteckungsplan sowie die Planung eines neuen Prellbocks in sensiblem Umfeld direkt unterhalb eines Kunstwerks. Bei der Realisierung unterstützte EBP die VBZ mit einer örtlichen Bauleitung.