Projekt

Verkehrsperspektiven 2040

Mit den Perspektiven des Schweizerischen Personen- und Güterverkehrs bis 2040 liegen die neuen Verkehrsprognosen des Bundes vor. EBP unterstützte das Bundesamt für Raumentwicklung gemeinsam mit Infras und PTV (Dresden).

Der Bund ist für die Erarbeitung seiner Infrastrukturprogramme und für weitere Entscheidungsgrundlagen auf Verkehrsprognosen angewiesen. Unter Leitung des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) liess er diese ausarbeiten. Dafür wurden die aktuellsten Grundlagendaten verwendet, so beispielsweise Bevölkerungs- und Beschäftigtenprognosen. Die Verkehrsperspektiven zeigen, wie sich der Personenverkehr und der Güterverkehr entwickeln. Welche Anteile werden die verschiedenen Verkehrsmittel aufweisen? Wie verhält sich die künftige Nachfrage aufgrund der Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung?

Dafür wurde ein modellbasiertes Vorgehen gewählt. Mithilfe der Verkehrsmodelle des Bundes wurde ermittelt, wie sich die Entwicklung von Bevölkerung, Wirtschaft, Mobilitätskosten, Infrastruktur, Mobilitätsverhalten und technologische Veränderungen auf den Personen- und Güterverkehr in der Schweiz auswirken. Die Berechnungen wurden ergänzt durch Sensitivitäten, welche die Bandbreite der Bevölkerungs- und Wirtschaftsprognosen in eine solche für die Verkehrsnachfrage übersetzen. Mittels Alternativszenarien wurden auch Veränderungen der Raumstruktur, der Kosten und der weiteren Einflussgrössen simuliert.

Im Ergebnis zeigt sich, dass der Verkehr in den nächsten Jahrzehnten weiter wächst, allerdings mit geringeren Raten als in den letzten 20 Jahren. Der weiter wachsenden Bevölkerung und Wirtschaft stehen Sättigungstendenzen im Motorisierungsgrad, bei den ÖV-Abonnenten und bei der Anzahl Wege pro Person gegenüber. Es zeigt sich eine leichte Entkopplung von strukturellem und verkehrlichem Wachstum.

EBP hat die Verkehrsperspektiven 2040 zusammen mit Infras und PTV (Dresden) erarbeitet. EBP trug den Teil Personenverkehr und Teile der Verkehrsmodellarbeiten und -auswertungen bei. Dazu gehörten unter anderem die retrospektiven Analysen der bisherigen Entwicklung, die Begleitung der Erarbeitung der Szenarien und die Modellierung wichtiger Einflussgrössen.

Bildquelle: Yves Maurer, Bern