Projekt

Zwischenevaluation «Projekte zur regionalen Entwicklung (PRE)»

Mit den «Projekten zur regionalen Entwicklung (PRE)» will der Bund den Beitrag der Landwirtschaft zur Entwicklung des ländlichen Raums unterstützen und regionale Wertschöpfungsketten fördern. EBP evaluierte gemeinsam mit Flury & Giuliani und der Université Neuchâtel die PRE und formulierte Empfehlungen zur Weiterentwicklung.

Projekte zur regionalen Entwicklung

Das Instrument der Projekte zur regionalen Entwicklung (PRE) geht auf die parlamentarische Beratung der Agrarpolitik 2007 zurück. Im Rahmen der PRE unterstützt der Bund Massnahmen mit Finanzhilfen, die Wertschöpfung in der Landwirtschaft fördern und branchenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und landwirtschaftsnahen Sektoren wie dem Gewerbe, dem Tourismus oder der Holz- und Forstwirtschaft stärken.

Grosse Zahl an Projektideen

In den rund zehn Jahre seit der Einführung der PRE ging mit knapp 170 eingereichten Projektskizzen eine grosse Zahl an Ideen beim Bund ein. Für 140 der eingereichten Skizzen bewilligte der Bund einen Coachingbeitrag für die fachliche Begleitung einer Vorabklärung. Mit Stand März 2017 wurden 27 Projekte als PRE anerkannt. Fünf Projekte sind bereits umgesetzt.

Evaluation des Instrumentes auf drei Ebene

EBP unterzog gemeinsam mit dem Beratungs- und Forschungsunternehmen Flury & Giuliani und der Université Neuchâtel das Instrument PRE einer Zwischenevaluation. Gestützt auf ein Wirkungsmodell berücksichtigte die Evaluation drei Ebenen:

  • die Relevanz und Plausibilität des Politikkonzepts, auch mit Blick auf den agrar- und regionalpolitischen Kontext und das Marktumfeld;
  • die Effektivität des Instruments, basierend auf einer Bestandesaufnahme der PRE-Projekte, einer qualitativen Einschätzung zur erzielten Wirkung sowie einer vertieften Betrachtung und einer Wertschöpfungsanalyse von abgeschlossenen PRE-Projekten;
  • die Effizienz des Instruments hinsichtlich des Vollzugsprozesses, gestützt auf eine schriftliche Befragung der PRE-Verantwortlichen in allen Kantonen.

Fazit und Empfehlungen zur Weiterentwicklung

Die Zwischenevaluation zeigte, dass das Instrument PRE nach wie vor relevant ist, einem Bedarf entspricht und insgesamt als zweckmässig zu beurteilen ist. Es wird deshalb empfohlen, das Instrument weiterzuführen. Die Evaluation machte zudem an zwei Punkten Verbesserungspotenzial aus: Zum einen schöpft das Instrument sein Wirkungspotenzial nicht vollständig aus, zum anderen gestaltet sich der Prozess zur Entwicklung und Umsetzung eines PRE als aufwändig, was potenziell abschreckend wirken kann. Mit Blick auf den Handlungsbedarf wurden in vier Stossrichtungen Empfehlungen für eine Weiterentwicklung formuliert.