Unsere Projekte helfen, weltweit CO2 zu sparen

EBP engagiert sich dafür, den eigenen CO2-Fussabdruck zu verringern: Zum Beispiel erhalten Mitarbeitende vergünstigte ÖV-Tickets, die Büros sind durch eine effiziente Heizungs- und Lüftungsanlage versorgt und auch kleine Gesten gehören dazu, wie das Licht zu löschen, wenn man den Raum verlässt. Daneben bearbeiten die EBP-Expertinnen und Experten regelmässig Kundenprojekte, die zum Teil beeindruckende CO2-Einsparungen verbuchen.

Wir dürfen immer wieder Projekte zum energetischen Sanieren und Bauen unterstützten und zu ihrem Erfolg beitragen.

«So können wir mit einem gezielt eingesetzten Qualitätsmanagement und kleinen eigenen Massnahmen, aber vor allem durch unsere Projektarbeit einen wichtigen Beitrag leisten­ – und darauf sind wir stolz», so Carolyn Bodmer, zuständig für das Qualitäts- und Umweltmanagement bei EBP. Kundenprojekte, in denen besonders viel Treibhausgase eingespart werden können, kommen aus den Bereichen Verkehr, Infrastruktur, Energie- und Technik und insbesondere Gebäude. Hier gibt es auch das grösste Potenzial: Gebäude sind für rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen sowie 40 Prozent des Energieverbrauchs der Schweiz verantwortlich. Eine effiziente Sanierung kann den CO2-Ausstoss um mehr als die Hälfte reduzieren und helfen, das Klima zu schützen.

Weltweite Unterstützung unserer Kunden bei CO2-Reduktion

«Sowohl in der Schweiz wie auch im Ausland dürfen wir immer wieder Projekte zum energetischen Sanieren und Bauen unterstützen und zu ihrem Erfolg beitragen», fasst Carolyn Bodmer zusammen. Die Spezialistinnen und Spezialisten von EBP beraten und begleiten Regierungen, internationale Organisationen und Vereine wie Minergie. Sie helfen von den ersten Ideen, der strategischen Entwicklung über die Planung bis zur Realisierung und Bewirtschaftung von Neu- und Umbauvorhaben.

Gebäudeprogramm Schweiz: 13 Millionen Tonnen CO2 eingespart

Im Jahr 2009 beschloss das Schweizer Parlament, einen Teil der CO2-Abgabe einzusetzen, um die Treibhausgas-Emissionen von Gebäuden zu verringern. So entstand 2010 eines der grössten Förderprogramme der Schweiz – «Das Gebäudeprogramm». Das Förderprogramm unterstützt in der Schweiz die energetische Sanierung von Gebäuden und den Einsatz von erneuerbaren Energien. EBP sorgte als Dienstleistungszentrale des Teils «Gebäudehülle» von 2010 bis 2016 für den reibungslosen und professionellen Betrieb des Programms.

Verschiedene Postkarten mit Gebäudeprogramm-Motiven

Durch das Gebäudeprogramm haben sich dreifach verglaste Fenster auf dem Markt etabliert.

Insgesamt konnten in der siebenjährigen Laufzeit rund 90'000 Gebäude aller Art (Einfamilienhäuser, Bürogebäude, Gewerbebauten etc.) saniert werden. Dafür standen pro Jahr bis zu 300 Millionen Franken zur Verfügung. «Das Programm stiess bereits zu Beginn auf so grosses Interesse bei den Hausbesitzern, dass es nach rund einem Jahr optimiert werden musste, um die Finanzmittel nicht bereits vor Ablauf auszuschöpfen», erinnert sich Sabine Perch-Nielsen, die das Projekt eng begleitete. «Wir erstellten Konzepte, um Priorisierungen vorzunehmen und Fördermittel effektiv einzusetzen, Mitnahmeeffekte zu verringern und trotzdem eine möglichst hohe CO2- Einsparung zu erwirken», beschreibt die Energie- und Klima-Expertin das Leistungsspektrum.

Damit die hohe Anzahl an Anträgen bearbeitet werden konnte, erstellte die IT-Abteilung von EBP ein Managementinformationssystem (MIS), mit dem Gesuche digital erfasst, der Stand der Projekte sowie ausbezahlte und gesprochene Fördergelder dargestellt und von allen beteiligten Stellen eingesehen werden konnten. Zudem begleiteten Kommunikationsspezialisten von EBP mit Medienkonferenzen, Sprachregelungen, sowie Offline- und Online-Massnahmen (Messen, Newsletter, Jahresbericht etc.), den ganzen Prozess.

So konnten die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren und die Bundesämter für Energie und Umwelt dabei unterstützt werden, durch die ausbezahlten Fördermassnahmen, über ihre Lebensdauer gerechnet, rund 13 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Dies entspricht einer energetischen Wirkung von 62 Terrawattstunden. Dabei konnten auch neue, energieeffizientere Standards gesetzt werden. «Das Gebäudeprogramm hat beispielswiese stark dazu beigetragen, dass sich dreifach verglaste Fenster auf dem Markt etabliert haben und zum neuen Standard wurden», so Sabine Perch-Nielsen.

Regionale Energiekonzepte in Deutschland

Bis 2050 will Deutschland klimaneutral wirtschaften und die Energiepolitik nachhaltig gestalten. Das wurde 2019 im Bundes-Klimaschutzgesetz konkretisiert. Dieses ist deutlich ambitionierter als die ersten Klimakonzepte, die 2013 in Brandenburg auf regionaler Ebene entstanden. EBP analysiert daher mit einem interdisziplinären Team aus deutschen und schweizerischen Expertinnen diese regionalen Konzepte für vier Planungsregionen rund um Berlin. Das Projektteam prüft den aktuellen Umsetzungsstand sowie die durchgeführten Aktivitäten und leitet daraus Empfehlung ab, wo Potenziale im Bereich von erneuerbaren Energien und Energieeffizienzsteigerungen bestehen. Dies kann z. B. im Themenfeld «Verkehr» der Fall sein, in dem durch neue Antriebe wie Wasserstoff neue Möglichkeiten entstanden sind, die heute viel relevanter eingeschätzt werden.

Darüber hinaus erarbeitet das Team auf Grundlage aktualisierter Potenzialabschätzungen und Szenarien einen Massnahmenkatalog für klimaneutrale Regionen 2050. Dabei müssen vor allem der veränderte Rechtsrahmen, neue Technologien sowie ökonomische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Zudem wird in Zukunft ein neues Controlling-Konzept den Fortschritt und die Wirksamkeit der jeweiligen Maßnahmen erfassen. Eine Herausforderung wird dabei sein, trotz der unterschiedlichen Positionen, aus denen heraus die Regionen starten, einheitliche Konzepte zu entwickeln. «Bei dieser Aufgabe sind Feingefühl und eine extrem enge Abstimmung mit den Auftraggebern gefragt», so Corinna Berger aus dem EBP-Projektteam. «Wir versuchen mit bilateralen Rücksprachen und in Konferenzen mit allen vier Auftraggebern im Gespräch einen gemeinsamen Nenner zu finden, diesen dann mit möglichst hohem Mehrwert für die Energieziele umzusetzen und Synergien zu nutzen, z. B. durch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit. Dabei hilft das motivierte Team mit deutschen und Schweizer Kollegen.»

Energetische Sanierung in der Karibik

Aber nicht nur in Europa, auch auf anderen Kontinenten unterstützt EBP Kunden bei der Reduktion ihrer CO2-Bilanz. Beispielsweise in Kolumbien, wo EBP den Aufbau des Schweizer Labels «Energiestadt» begleitet. Durch das Label möchte die kolumbianische Regierung mehr erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität in das Land bringen.

Sanierung einer Schule in der Karibik

Mit den Massnahmen konnten wir Energiekosten reduzieren und 60 Tonnen CO2 einsparen.

Ein konkretes Projekt, das daraus bereits entstanden ist, ist die energetische Sanierung der öffentlichen Schule Juan XXIII in der Stadt Monteria. EBP leitete das Sanierungsprojekt und begleitete es vom Konzept bis zur Implementierung. «Wir erarbeiteten das Energiekonzept, erstellten die Ausschreibungsunterlagen, wählten eine lokale Unternehmung für die Umsetzung aus und begleiteten die Realisierung vor Ort», beschreibt Roger Walther, der das Projekt bei EBP leitete. Herausforderungen war dabei die Realisierung der technischen Qualität in der Praxis, den Betrieb der Schule während der Arbeiten aufrecht zu halten und die Erfahrungen für weitere Projekte nutzbar zu machen. «Um das alles erfolgreich zu meistern und die Interessen aller Akteure abzuholen, haben wir früh alle Beteiligten in den Planungsprozess mit einbezogen», beschreibt Roger Walter. «Ausserdem haben wir darauf geachtet, über den ganzen Prozess hinweg lokales Wissen miteinzubeziehen, z. B. durch die Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Unternehmer vor Ort.»

Um die wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse festzuhalten und weiterverwenden zu können, wurde eigens ein Handbuch erstellt, in dem die Erfahrungen der zentralen Akteure (z. B. Ingenieure, Planer, Gemeinden, aber auch Schulkinder) zusammengefasst wurden. Das Projektteam installierte auch ein Monitoring–System, um die zentralen Kriterien des Projektes auswerten zu können, etwa den CO2–Ausstoss, die operativen Energiekosten oder die Temperaturen und Luftfeuchtigkeit in den Schulräumen. «Mit den Massnahmen war es möglich, nicht nur die Temperaturen in den Klassenzimmern von 35 auf 27 Grad zu senken, die Stromproduktion auf Solarenergie umzustellen und die Energiekosten zu reduzieren, sondern auch 60 Tonnen CO2 einzusparen.»