Projekt

Analyse klimabedingter Risiken und Chancen im Kanton Aargau

Was und wie gross sind die klimabedingten Risiken und Chancen im Kanton Aargau? EBP analysiert diese und trägt damit zur gesamtschweizerischen Klimarisikoanalyse des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) bei.

Der Klimawandel ist schon heute messbar. In der Schweiz werden sich Umwelt, Mensch und Wirtschaft im Laufe des 21. Jahrhunderts an die sich verändernden Rahmenbedingungen anpassen müssen. Um den Handlungsbedarf für die Anpassung zu identifizieren, werden die Auswirkungen des Klimawandels und die damit verbundenen Risiken und Chancen im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) abgeschätzt und verglichen. Damit können die Bereiche mit dem grössten Handlungsbedarf identifiziert und Schwerpunkte für die Anpassung in der Schweiz gesetzt werden.

In der Fallstudie Aargau wurden die Risiken und Chancen im Kanton Aargau für das Jahr 2060 exemplarisch für das Mittelland analysiert. Dazu wurden zunächst Szenarien zu möglichen Klimaentwicklungen und zur Entwicklung des sozioökonomischen und demographischen Umfeldes definiert. Anschliessend wurden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Sektoren Gesundheit, Landwirtschaft, Wald/Waldwirtschaft, Energie, Wasserwirtschaft, Biodiversität und Tourismus identifiziert und wo möglich anhand von einheitlichen Indikatoren quantifiziert. Dabei wurden auch die Unschärfen in der Analyse erfasst. Schliesslich wurden die Ergebnisse mit ihren Unschärfen für die betrachteten Sektoren vergleichend dargestellt.

Die Ergebnisse tragen zur gesamtschweizerischen Analyse der klimabedingten Risiken und Chancen bei. Und die Fallstudie dient dem Kanton Aargau als eine Grundlage für die kantonale Anpassung an den Klimawandel.
Das Pilotprojekt wird von EBP gemeinsam mit den Forschungsgruppen Risikomanagement des SLF–Institut für Schnee und Lawinenforschung und Regionalökonomie und –entwicklung der Eidg. Forschungsanstalt WSL bearbeitet.

Bildquelle: Verena N./pixelio.de