Projekt

Instrumente zur Elementarschaden-Prävention an Gebäuden

Die Kantonalen Gebäudeversicherungen verzeichnen seit längerem steigende Elementarschäden an Gebäuden. Deshalb sind sie gefordert, ihre Aktivitäten zur Elementarschadenprävention (ESP) zu verstärken. Die 9. Ausschreibung der Präventionsstiftung leistet einen Beitrag, indem sie die Wirkung und den Nutzen von Instrumenten zur ESP analysiert.

Den Kantonalen Gebäudeversicherungen (KGV) steht ein breites Spektrum an Instrumenten zur ESP gegen Hochwasser, Oberflächenabfluss, Hagel und Sturm zur Verfügung. Bislang fehlt eine ganzheitliche Beurteilung der Wirkung und des wirtschaftlichen Nutzens der verfügbaren ESP-Instrumente. Dies ist einer der Gründe für die sehr unterschiedliche Anwendung dieser Instrumente bei den KGV.

EBP bearbeitete die 9. Ausschreibung der Präventionsstiftung in Zusammenarbeit mit der Universität Bern und Lustenberger Rechtsanwälte. Das Projekt verfolgte folgende Ziele:

  • Analyse der IST-Situation: Mittels einer umfangreichen Online-Befragung bei 18 KGV wurden die heutige Anwendung der ESP-Instrumente sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen analysiert. Weiter wurden Schadendaten dahingehend überprüft, ob sich unterschiedliche ESP-Strategien darin widerspiegeln.
  • Systematische Bewertung von Instrumentensets: Mittels einer Nutzwertanalyse wurden Sets von ESP-Instrumenten hinsichtlich ihres Nutzens, den damit verbundenen Kosten und rechtlichen Aspekten wie der Gleichbehandlung oder der Zumutbarkeit beurteilt und verglichen.
  • Handlungsfelder aus rechtlicher Sicht: Die rechtlichen Randbedingungen zur Förderung wirksamer ESP-Instrumente wurden analysiert und daraus Hinweise hinsichtlich des Gesetzgebungsbedarfs abgeleitet.
  • Empfehlungen zuhanden der KGV: Aus den Erkenntnissen der vorangegangenen Arbeiten wurden Empfehlungen zum optimalen Einsatz von ESP-Instrumenten bei den KGV abgeleitet und aufgezeigt, wie die Vereinigung der KGV diese unterstützen können.