Projekt

Serviceanlage Herdern

Die SBB erstellen in Zürich Herdern eine über 400 m lange Halle für die Wartung von Zügen. EBP plant das Bauwerk zusammen mit EM2N Architekten als Generalplaner.

Die Serviceanlage Herdern in Zürich-Altstetten dient primär der Instandhaltung von Zügen des Personenfernverkehrs. Für den neuen Zugtyp der Personenfernverkehrsflotte wurde sie auf der Südseite um eine neue, teilweise zweischiffige Halle mit einer Länge von 425 m und einer Breite von 23 m resp. 37 m ergänzt. Damit werden Service- und Reparaturstandplätze mit einer Gesamtgleislänge von rund 1000 m geschaffen.

Der Erweiterungsbau stellte hohe Ansprüche bezüglich Nachhaltigkeit, insbesondere bezüglich guter Belichtung und der städtebaulichen Eingliederung.
Die grossformatigen hinterlüfteten und gewölbten Fassadenverkleidungen aus glasfaserarmiertem Feinbeton sind eine Projektsonderlösung mit grossen konstruktiven und statischen Herausforderungen.

Eine weitere statische Herausforderung stellen die grossen Spannweiten der Halle dar. Aufgrund der Kranbahnen, die an den Hauptträgern befestigt werden, müssen die Verformungen der Träger eng begrenzt werden. Zudem erfordern die zahlreichen Gebäudetechnikinstallationen aussergewöhnlich grosse Stegausschnitte.

Die in der ganzen Längsrichtung unterschiedlich versetzt angeordneten Dachoberlichter bilden mit dem Tragwerk der Halle eine Einheit. In der Zusammenarbeit mit dem Lichtplaner wurden die Anordnung und der Neigungswinkel des Dachoberlichts bezüglich Tageslichtnutzung optimiert.

EBP plante in einer Arbeitsgemeinschaft mit EM2N Architekten das Projekt vom Wettbewerb bis zur TU-Ausschreibung als Generalplaner und bearbeitete alle technischen Fachdisziplinen selbst. In der Phase Realisierung übertrugen die SBB der ARGE ein Qualitätssicherungs-Mandat zur Begleitung des Totalunternehmers.

Bildquelle: Roger Frei