Projekt

Trasse für eine Erdverlegung der Hochspannungs-Leitung Mettlen (LU) - Samstagern (ZH)

Der Kanton Zug möchte sich längerfristig die Option aufrecht erhalten, die 380/220kV-Freileitung, welche den Kanton durchquert, unter den Boden zu legen. Deshalb soll eine Trasse in den Zuger Richtplan eingetragen werden, um dieses Vorhaben langfristig zu sichern und die Trasse freizuhalten.

Zwischen den Unterwerken Mettlen (LU) und Benken/Grynau (SG) verläuft eine 380/220kV-Freileitung des schweizerischen und europäischen Übertragungsnetzes. Diese Freileitung tangiert das Siedlungsgebiet des Kantons Zug empfindlich und auch das Landschaftsbild leidet optisch unter dem harten Eingriff. Es sind in grossem Ausmass Landschaften im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) betroffen. Der Kanton Zug ist daher bestrebt, die drei Leitungsstränge dereinst unter den Boden zu legen, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt.

Machbarkeitsstudie zur bestgeeigneten Trasse

EBP, unterstützt durch die Axpo Netze AG, führte die erweiterte Machbarkeitsstudie durch, um für dieses Vorhaben die bestgeeignete Trasse zu bestimmen. Für die Trassenfindung besteht der Anspruch, dass die Verkabelung technisch, betrieblich und raumplanerisch machbar ist und dass die Umweltverträglichkeit in Aussicht gestellt ist.

Mit dem Netzbetreiber Swissgrid wurden vorgängig die Systemanforderungen festgelegt. Darauf aufbauend wurden von EBP die bestgeeigneten Verlegearten und Kabelvarianten sowie Lösungen zur bestmöglichen Einhaltung von Sicherheitsabständen gemäss den Verordnungen LeV und NISV und anhand von thermischen Berechnungen erarbeitet. Die Trassenfindung erfolgte in einem zweistufigen Variantenstudium. Für die erste Selektion stützte EBP sich auf eine vereinfachte Bewertungsmethodik, welche die Anzahl der möglichen Vorbehalte bewertete und verglich.

Einbezug der Betroffenen

Für die Endauswahl der Bestvariante wurde das Bewertungsschema des Bundesamtes für Energie für Übertragungsleitungen angewendet. Das Vorgehen und die Selektionen wurden mit einer politisch und technisch zusammengesetzten Begleitgruppe in drei Workshops abgestimmt. Zum Vorschlag der Bestvariante konnten die betroffenen Gemeinden, Kantone sowie die involvierten Fachstellen von Bund und Kantonen im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens auch noch Stellung nehmen.

Im Rahmen des Auswahlprozesses wurden die Aspekte Raumentwicklung und Umweltschonung gebührend berücksichtigt, um die beste Variante zu evaluieren. Ein rechtlich verbindlicher Nachweis der Umweltverträglichkeit liegt aber noch nicht vor.

Weitere Schritte zur Umsetzung

Wird in Zukunft das Verkabelungsvorhaben weiterverfolgt und die gewählte Trasse im SÜL-Verfahren bestätigt, so müssen die raum- und umweltrelevanten sowie technischen Fragestellungen über mehrere Projektstufen hinweg in vertiefendem Masse und parzellenscharf untersucht und koordiniert werden. Die abzuklärenden Themen und Vertiefungen hierfür hat EBP bereits definiert.

Die optimierte Bestvariante wird demnächst dem Kantonsrat zur Behandlung eingereicht.